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Müslüman Gençlik Teşkilatı

Vortrag – Minderheiten im osmanischen Reich

27. Februar 2010 von mkaraoglu

Die IHg e.V. organisiert jährlich Vorträge zum osmanischen Reich. Das diesjährige Thema war “Minderheiten im osmanischen Reich”. Am 20. Februar war Doc. Dr. Mehmet Mahfuz Söylemez, von der Hitit Universität Gastredner der IHg im Phil-Hörsaal C der Universität Hamburg.

Rund 300 Interessierte füllten den Saal. Unter den Zuhörern waren auch die Vorsitzenden der BIG und der IJB, Herr Ramazan Ucar und Herr Mehmet Karaoglu.

Baki Ince, ein Vorstandsmitglied der IHg, moderierte den Vortrag und begründete die Themenwahl. Die Diskussionen über die Minderheiten in der Türkei und die diesbezügliche Reformen türkischen Staates seien Gründe für die Wahl dieses Themas. Die Tatsache, dass Muslime in Deutschland auch eine Minderheit bilden sei ein Weiterer Grund für diese Themenwahl, so Herr Ince. Man könne vom osmanischen Reich Lehren ziehen.

Der Vortrag von Herrn Doc. Dr. Mehmet Mahfuz Söylemez dauerte ca. 90 Minuten. Er betonte in seinem Vortrag mehrmals, dass es im osmanischen Reich den Begriff der Minderheiten nicht gegeben habe. Menschen die im osmanischen Territorium gelebt haben, wären die Eigentümer des Landes und sie hätten das Land und die Gesellschaft mit gestaltet. So seien die meisten Händler oder Ärzte nicht Türken, bzw. nicht Muslime gewesen.

Herr Söylemez erklärte anhand historischer Dokumente, dass die Auslebung der eigenen Religion im osmanischen Reich, darunter der Bau von Gotteshäusern, religiöse Bekleidung, eigene Gerichtsbarkeit und Vertretung der Religionsgemeinschaften gegenüber dem Staat gewährleistet sei. So seien zum Beispiel die höchsten Vertreter der Religionsgemeinschaften Minister unter dem Sultan, und hätten das Land mit regiert.

Es gebe aber auch Einschränkungen, wie zum Beispiel Wehrpflicht und Steuern-Zahlen. Die Nicht-Muslime könnten so keine Soldaten oder Offiziere sein, dafür hätten sie unterschiedliche Steuern zahlen müssen. Sie hätten auch den Posten eines Ssadrasam’s (Ministerpräsident) oder des Sultans beanspruchen.

Die Rund 300 Zuhörer hatten am Ende des Vortrags Gelegenheit, Fragen zu stellen.

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