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Müslüman Gençlik Teşkilatı

UNIDAY ’11: „Unsere Visionen schöpfen aus der Tradition“

17. Oktober 2011 von mkaraoglu

Die Studentenabteilung der IGMG-Jugend organisiert ihren dritten Uniday. Das Motto des UNIDAY ’11, der am 22. Oktober in Bielefeld stattfindet, lautet: „Unsere Visionen schöpfen aus der Tradition“. „Ich erhoffe mir von der Veranstaltung einen Anstoß für unsere zukünftige Arbeit“, so Mesud Gülbahar, Jugendverbandsvorsitzender der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG). Gülbahar weiter:

„Das Motto des UNIDAY ’11, der von unserer Studentenabteilung vorbereitet wird, lautet: ‚Unsere Visionen schöpfen aus der Tradition‘. Das mag sich auf den ersten Blick paradox anhören, doch es entspricht genau unserem Ansatz. Für uns ist die Vergangenheit nämlich nicht etwas, das es zu überwinden gilt.

Traditionen sind wegweisend für uns. Das gilt zum Beispiel für die Wissenschaftstradition der Muslime oder die lange Geschichte der islamischen Kunst. Aus diesem Grund haben wir diesen Themenfeldern einen Platz beim UNIDAY ‘11 eingeräumt. Einer unserer Hauptreferenten ist Salim Al Hassani, der mit seinen Arbeiten einen wichtigen Beitrag zur Wiederentdeckung und Bekanntmachung der islamischen Wissenschaftstradition geleistet hat. Um den Jugendlichen auch die tiefe Verwurzelung der Kunst in der islamischen Kultur bewusst zu machen, wird es außerdem einen musikalischen Beitrag geben.

Das alles soll aber keinesfalls der nostalgischen Erinnerung an ‚bessere Zeiten‘ dienen. Vielmehr beschäftigt uns die Frage nach dem muslimischen Beitrag zur heutigen Kultur in Europa. Dieses Anliegen gilt es zu verfolgen.

Wie können sich muslimische Jugendliche in die Gesellschaft einbringen? Wie können sie – ausgehend von muslimischen Vorbildern unserer Geschichte – Vorbilder und Vorreiter in Wissenschaft, Kunst und Kultur in Europa werden, Vergangenheit und Gegenwart, Theorie und Praxis vereinen? Mit dem UNIDAY ’11 möchten wir den jungen Muslimen in ganz Europa einen Anstoß hierzu geben. Anknüpfungspunkte hierfür gibt es jedenfalls genug. Man denke nur an die fruchtbare Kultur des Zusammenlebens in Andalusien, auf dem Balkan, in Anatolien oder anderen Gegenden der Welt.“

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